Tashi Wangchuk - 5 Jahre Haft

Wie die International Campaign for Tibet berichtet, wurde der Tibeter Tashi Wangchuk am 22.Mai vom mittleren Gerichtshof von Yushu (Provinz Qinghai) wegen "Anstiftung zu Separatismus" zu fünf Jahren Haft verurteilt (zum Artikel).

Sein Vergehen, ist, dass er sich "mit friedlichen und nach chinesischem Recht zulässigen Mitteln für die Erhaltung der kulturellen Identität Tibets eingesetzt hat." (Zitat: Dr. Bärbel Kofler, Auswärtiges Amt, Pressemitteilung vom 01.06.2018)

Tashi Wangchuk setzt sich dafür ein, dass die tibetische Sprache verstärkt in Schulen gelehrt wird, die in von Tibeter_innen bewohnten Gebieten liegen. Derzeit ist Mandarin die einzige Unterrichtssprache. In sozialen Medien drückte er seine Sorge darüber aus, dass die meisten tibetischen Kinder ihre Muttersprache nicht fließend sprechen können. Das wesentliche Beweismaterial gegen ihn beruht auf dem von der New York Times 2015 produzierten Dokumentarfilm „A Tibetan’s Journey for Justice“. Dieser erzählt die Geschichte von Tashi Wangchuks Reise nach Peking, wo er juristische Unterstützung für sein Vorhaben suchte, eine Klage gegen örtliche Beamt_innen einzureichen, weil die tibetische Sprache in den Schulen nicht gelehrt wird. Keine Kanzlei wollte sich der Klage annehmen und der staatlich finanzierte Fernsehsender CCTV lehnte Tashi Wangchuks Bitte ab, über die Situation zu berichten. Die Polizei benutzte das Filmmaterial als Beweis, dass er durch den Versuch, das internationale Ansehen der chinesischen Regierung und ihrer Politik gegenüber ethnischen Minderheiten in Misskredit zu bringen, absichtlich zum „Separatismus“ aufgehetzt habe.

Postkarten für Liu Ping

Liu Ping

Wir haben Postkarten an den chinesischen Justizminister erstellt, mit der dringenden Bitte Liu Ping freizulassen.

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